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Sonntag, 23. Januar 2011

Das Spiel der Strahlen


Wenn sich Zeit und Raum miteinander mischen kommt es unausweichlich zu Interferenzen und Kollisionen. Mehrere Strahlen ziehen sich gegenseitig an – überlagern sich - und bündeln sich zu einem Strahl, welcher additiv an Energie gewinnt. Wie ein Laserstrahl potenzieren sie sich und setzen scheinbar alle Naturgesetze außer Kraft. Was für einen Strahl unmöglich wäre wird für die überlagerten möglich. Zeit und Raum verlieren automatisch an Bedeutung. Wie nennt man das, wenn dies zwischen Menschen passiert? „Seelenverwandtschaft“? Ist es ein „spirituelles Erlebnis“, eine göttliche Kraft oder ist es einfach nur sehr schwer zu erklären? Hat man wirklich Naturgesetze außer Kraft gesetzt oder sind die Naturgesetze einfach nur lückenhaft? Kann eine Theorie jemals die Wirklichkeit ganzheitlich erfassen oder erfordert eine neue Theorie immer wieder eine weitere um die Ausnahmen zu erklären? Ist die Wissenschaft eine unendliche? Und viel mehr: wie zuverlässig ist sie? Kann man sich auf Theorien verlassen oder ist es manchmal besser einfach der eigenen Logik und dem Bauchgefühl zu folgen? Vielleicht sind dieses Instrumente wesentlich präziser und flexibler...
In einem bin ich mir sicher. Diese Momente sind wertvoll und bringen Farbe, Geruch und Geschmack in mein Leben. Sie machen es vielfältiger und einzigartiger. Es ist so als würde man mit einer anderen Person vor einem Tischspiegel sitzen. Gemeinsam schiebt man den Spiegel von sich zu der anderen Person und wieder zurück. Man erkennt, dass man ein sehr ähnliches Spiegelbild hat. Das kann Angst bereiten und befremden. Vor allem wenn man sich nicht gerne selbst im Spiegel sieht. In diesem Fall sieht man auch nicht gerne den anderen. Kann man jedoch damit umgehen und hat keine Angst davor sich buchstäblich vor diesem auszuziehen, dann beginnt die Verschmelzung. Die Wunden von beiden werden sichtbar. Details stechen aus dem Spiegelbild heraus. Es kommt zur Überschichtung der beiden Spiegelbilder, man wird zum Wir, man wird zum Du, man kommt zurück zum Ich. Schnell verliert man die Kontrolle über Zeit und Raum. An diesem Punkt wird die Verbindung kritisch und unstabil. Wie bei einer Sucht kann es passieren, dass sich einer der beiden verliert. Ist dies der Fall – ist die Magie schnell vorüber. Wenn nicht, dann kann die Verschmelzung jedoch auch wie ein Orgasmus immer weiter nach hinten verschoben werden. Hält man die Spannung, dann entsteht eine unglaubliche Tiefe und Verbundenheit. Frei nach dem Motto: der Weg ist das Ziel. Dementsprechend stabilisiert sich der Laser und der Brennpunkt verliert sich in der Unendlichkeit. Die Strahlen - nun mit dem gleichen Richtungssinn - werden parallel und driften freundschaftlich und mehr oder minder kontrolliert durch Raum und Zeit. Sie entkoppeln sich, nähern sich wieder an. Es entsteht eine  Anziehungskraft, welche beinahe ohne Energieaufwendung die Bindung zwischen den Strahlen hält. Mit der Zeit wird diese stabiler und beweglicher, immer mehr Stahlen kommen hinzu. Es entstehen unglaubliche Phänomene, welche in ihrer Schönheit kaum zu überbieten sind.Ich nenne sie Freundschaft und Liebe...

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