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Montag, 10. Januar 2011

Ich und der andere - "die Liebe in Dir"

[um den Text flüssiger lesbar zu machen habe ich durchgängig in der männlichen Form des Gefähren geschrieben - die Gefährtin ist dabei mit eingeschlossen]
Mit welcher Person verbringst du so viel Zeit wie mit dir selbst? Wer war jedes Mal dabei, wenn du dich gefreut hast oder es dich schlecht ging? Richtig, du selbst. Mit niemandem bist du so unzertrennlich verbunden wie mit dem Menschen, der dir täglich im Spiegel gegenübersteht. Wie würdest du das Verhältnis mit diesem treuen Gefährten beschreiben? Hat dich die Zeit mit ihm zusammengeschweißt oder wartest du noch immer auf den Tag an dem er sich endlich ein eigenes Leben sucht? Wie ist es,  wenn du mit ihm alleine bist? Habt ihr euch noch viel zu erzählen oder seid ihr wie das Cliché eines alten Ehepaares? Sprich: könnt ihr Fliegen totstarren oder seid ihr noch verliebt wie am ersten Tag? Wie, du bist nicht selbstverliebt? Aber ihr seid doch sicherlich gute Freunde oder? Ich meine was könnte man dieser treuen Seele von Mensch den vorwerfen? Ist er nicht mit dir durch dick und dünn gegangen? Er ist ja sogar bei deinen heftigsten Jugendsünden bei dir geblieben. Das auf der einen Feier hätte wirklich nicht sein müssen ^^
Ok, vielleicht war er nicht immer der hilfreichste Partner beim lösen deiner Probleme. Das musstest du am Ende alles selbst machen. Aber immerhin hat er sich eine Zahnbürste mit dir geteilt und ist täglich mit dir aufgestanden, sogar wenn er lieber noch ein bisschen länger liegengeblieben wäre. Selbst den Tag hat er mit dir beendet, nicht dann wann er müde war, sondern wenn du müde warst. Ich gebe zu, dass eine solche Anhänglichkeit auch teilweise nerven kann. Sicherlich würde euch manchmal eine Trennung ganz gut tun. So wie ihr zeitweise miteinander redet… Aber leider geht das nicht. Du bist sein zuhause und er ist nicht in der Lage dieses zu verlassen. Er wohnt in deinem Körper, trinkt deine Lieblingsgetränke, hört deine Lieblingsmusik und hatte mit all deinen ExfreundInnen zeitgleich zu dir eine Liebesbeziehung. Er weiß noch wie dein erster Kuss geschmeckt hat und empfindet dieselbe Befriedigung wie du, wenn du nach langem Duschen dich abtrocknest. Wie neugeboren  freut er sich mit dir, wenn du euch in frische Klamotten packst. Er ist zwar nicht immer dankbar für all das was du für euch machst, doch er bleibt bei dir, egal was du machst. Er würde auch Jahre in der Ecke stehen, wenn du ihn aus deinem Leben ausschließen würdest. Trotzdem bleibt er bei dir. Kann das nicht auch eine beruhigende Tatsache sein? So bist du niemals allein, selbst in den dunkelsten Momenten deines Lebens. Manche nennen deinen Freund auch Gott oder Allah. Ich persönlich glaube, dass es keine treffende Abstraktion für ihn gibt. Jeder Mensch hat dementsprechend seinen eigenen Gott. Schlussendlich gibt es meines Erachtens eine treibende Kraft, welche alle Götter zusammenzieht. Deshalb ist es möglich dass Empathie, Freundschaft und Liebe existieren können. Je besser das eigene Verhältnis zu seinem Gott (ich nenne ihn übrigens Anders) ist, desto mehr kann man sich mit anderen Menschen verbinden. Ob ich nun an Gott glaube ist wirklich eine Frage der Definition…

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